Morgen vor 40 Jahren kam ein Film in die amerikanischen Kinos, an dessen unglaublichen Erfolg damals so recht keiner geglaubt hat. Die Rede ist von »Highlander«, in dem der Franzose Christopher Lambert den Schotten Connor MacLeod spielt (und damals kaum ein Wort Englisch sprach) und der Schotte Sean Connery einen Ägypter mit dem klangvollen spanischen Namen Juan Sánchez Villa-Lobos Ramírez spielt.
Die Geschichte dreht sich um einige Unsterbliche, von denen es, warum auch immer, nur einen geben kann, und die sich deshalb mit Schwertern die Köpfe abschlagen. Das hindert sie aber nicht daran, miteinander befreundet zu sein, sodass Ramírez zum Mentor für den Highlander MacLeod werden kann.
Die Handlung des Films beginnt im New York City des Jahres 1985. In der Tiefgarage des Madison Square Garden erleben wir das erste Schwertduell zwischen Connor MacLeod und einem anderen Unsterblichen namens Iman Fasil, der schließlich seinen Kopf verliert.
Als wir uns den Film nach langer Zeit erneut ansahen, mussten wir uns dann doch fragen, warum sich Iman Fasil (Stuntkoordinator Peter Diamond) bevorzugt durch Flick-Flacks vorwärts bewegt. Auch dass, nachdem MacLeod ihm den Kopf abgeschlagen hat, sämtliche Autoscheinwerfer angehen und alle Motoren starten, erscheint heute etwas cheesy. Aber der Film hält sich nicht lange mit Fragen auf. Akzeptiert man das, kann man einen Menge Spaß haben mit diesem 80er-Jahre-Fantasy-Action-Streifen.
Regie führte der Australier Russell Mulcahy, der seine Brötchen zuvor mit Musikvideos verdient hatte. Dieser Einfluss ist dem Film deutlich anzusehen. Mulcahy hat ein Händchen für Licht, Blitze, Nebelmaschinen und elegante Montagen, einschließlich einiger sehr effektvoller Match-Cuts, mit denen die unterschiedlichen Zeitebenen verbunden werden, in die der Film uns mitnimmt. Die Stationen aus MacLeods langem Leben beginnen 1536 in den schottischen Highlands, führen über die Jahre 1541, 1587, 1783 nach Boston, 1943 in den zweiten Weltkrieg, bis ins New York des Jahres 1985.
Erwähnung verdient unbedingt auch der Antagonist der Geschichte Victor „The Kurgan“ Kruger, den der junge Clancy Brown wunderbar over the Top mit einprägsamen One-Linern verkörpert: „Hi. Ich bin Candy.“ – „Natürlich bist du das ...“
Dann sind da natürlich noch der Soundtrack von Michael Kamen und die Songs von Queen. In »Who Wants To Live Forever« kulminieren die Schönheit der schottischen Landschaft und die Tragik der Unsterblichkeit, wenn die alt gewordene Heather (Beatie Edney) in MacLeods Armen stirbt.
Die Kritiken zum Film waren damals durchwachsen, aber an den Kinokassen performte der Film sehr gut, und unsterblich, wie der Highlander nun mal ist, hatte er weitere Leben, zuerst auf VHS und später auf DVD und Blu-ray.
Es folgten auch einige Fortsetzungen: »Highlander II – Die Rückkehr« 1991, »Highlander III – Die Legende« 1994, das Serien Spin-off »Highlander« 1992–1998 mit Adrian Paul als Duncan MacLeod, einem Unsterblichen aus dem gleichen Clan wie Connor. 2000 folgte »Highlander: Endgame« mit Duncan und Connor und zuletzt erschien »Highlander – Die Quelle der Unsterblichkeit« (Original: »Highlander – The Source«) im September 2007 auf dem SciFi-Channel.
Derzeit befindet sich ein »Highlander«-Remake unter der Regie von Chad Stahelski (»John Wick«) mit Henry Cavill als MacLeod, Russell Crowe als Ramirez und Dave Bautista als Kurgan in Produktion.
Als Actionfiguren erschienen MacLeod und Kurgan von NECA 2005 im 7-Inch-Format. Etwa zur gleichen Zeit brachte Sideshow Connor in seinem New Yorker Trenchcoat-Outfit als 1/6 Figur. 2017 erschien er im Schottenrock in einem 1/6 Release von Kaustic Plastik. Natürlich ist das alles längst vergriffen, aber mit Glück auf dem zweiten Markt zu finden. Die gute Nachricht zum Schluss: Von Iconiq Studios könnt Ihr aktuell einen State-of-the-Art Connor MacLeod in 1/6 vorbestellen!
https://www.space-figuren.de/Filme/Highlander/1-6-Scale-Connor-MacLeod-Highlander::28743.htmlViel Spaß, und verliert nicht Eure Köpfe!